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Mittwoch, 10. August 2022

Der letzte Tag: Asian Civilisations Museum, Long Bar und Abendessen beim Inder (2)

Nach unserem Besuch im Asian Civilisations Museum machten wir uns auf den Weg in Richtung Raffles. Wie bei jedem unserer Singapur-Aufenthalte wollten wir dort einen Singapore Sling genießen. Und endlich hatte auch die Long Bar nach jahrelanger Renovierung wieder geöffnet. Wir waren gespannt!

Aber zuvor sahen wir uns noch in der Funan Mall um, die wieder geöffnet hatte. 

Fotos von der Website der Mall

Früher war diese Mall ein Eldorado für alles, was mit Elektronik, Fotografie und IT zu tun hatte, aber 2016 wurde sie geschlossen, abgerissen und komplett neu errichtet. Heute hat sie ein anderes Konzept, es gibt neben Bürotürmen auch serviced Apartments, aber in dem Teil, der nach wie vor als Einkaufszentrum genutzt wird, dominieren - zumindest hatten wir diesen Eindruck - nach wie vor die Elektronik-, IT- und Fotoläden. Allerdings gibt es auch einen Food-Court, eine Indoor-Fahrradbahn, einen Kino-Komplex und eine unterirdische Verbindung zur City Hall MRT-Station.

Gegen 17:00 Uhr erreichten wir das Raffles; die Schlange vor der Long Bar war lang. 


Der Oberkellner oder Guest Relationship Manager (?) informierte uns, dass wir mit einer Wartezeit von 25 Minuten rechnen müssten. Dann war es endlich soweit: Wir wurden an unseren Tisch geleitet.


37 SGD für den Sling,
2018 waren es noch 31 SGD.

Zuerst wurden die obligatorischen Erdnüsse serviert, kurz danach auch die Drinks. 


Die Erdnussschalen werden auf dem Boden "entsorgt".
Das gehört sich so!

Ich wage jetzt einmal eine wilde Spekulation: Wahrscheinlich sind die Slings nicht nur teurer geworden, sondern vom Volumen her auch weniger. Was soll ich sagen? Wir brauchten beide noch ein zweites Glas! 

Aber: Wir waren uns einig, dass wir das Raffles bzw. die Long Bar in Zukunft von unserer To-Do-Liste in Singapur streichen werden. Obwohl die Bar in altem Glanz erstrahlt, ist sie in Wahrheit nur noch eine Touristenattraktion. Die Tische sind belagert von Ausflugsgruppen und Familien mit Kleinkindern, außerdem konnten wir beobachten, dass viele Gäste lieber ein Bier trinken, weil der traditionelle Singapore Sling ihnen einfach zu teuer ist. Chang prägte auch gleich einen Begriff für ein solches Verhalten: Barfrevel. Bye, bye, Long Bar!

Nach diesem, naja, ernüchternden Besuch 😉 (nicht wortwörtlich zu nehmen) machten wir uns auf den Weg zum Inder am Boat Quai.


 

Wir ließen es uns bei Shish Kebab, Butter Chicken und Saag Lamb gut gehen.


Danach machten wir uns nach einem langen, abwechslungsreichen Tag auf den Heimweg. 


Nächste Station: Bali!



Der letzte Tag: Asian Civilisations Museum, Long Bar und Abendessen beim Inder (1)

An unserem letzten Tag in Singapur stand ein Besuch des Asian Civilisations Museum auf dem Programm. 

Bei unseren vorherigen Besuchen waren uns die Edelstahl-Bälle auf dem Empress Place davor immer wieder aufgefallen. Sie sind ja auch wirklich beeindruckend. Die Installation des Künstlers Baet Yeok Kuan heißt "24 Hours in Singapore". Sie zeichnet die Umgebungsgeräusche auf und soll wie eine Zeitkapsel die Geräuschkulisse des alltäglichen Lebens in der Stadt einfangen.

 

Aber dieses Mal wollten wir auch das Museum selber besichtigen. Der Eintritt für Singapurianer ist kostenlos, Ausländer zahlen 25 SGD, Senioren 20 SGD. Im Preis enthalten ist auch der Besuch von Sonderausstellungen. Während unseres Aufenthaltes handelte es sich hierbei um "Batik Kita - Dressing in Port Cities". 


Das Erdgeschoss wird dominiert von den Überresten eines Schiffswracks, das ca. 830 n.Chr. vor der indonesischen Insel Belitung sank. Es ist bekannt als "Tang Schiffswrack", weil die Ladung, die bei der Bergung 1998 an Bord gefunden wurde, zum Großteil aus Keramikgegenständen bestand, die in chinesischen Hochöfen zur Zeit der Tang-Dynastie hergestellt worden waren. Insgesamt wurden rund 70.000 Stücke geborgen, die Sammlung umfasst ca. 55.000 davon. 


 

Das spektakulärste Stück ist ein Krug, der mit persischen Motiven dekoriert ist. Da viele der anderen Objekte ebenfalls solche Motive aufweisen, geht man davon aus, dass die Fracht für den Iran bestimmt war.

Außerdem fand man Gold- und Silberwaren sowie Gewürze an Bord des Wracks. 

Ein weiterer Ausstellungsraum ist dem Seehandel gewidmet und wie er dazu diente, die unterschiedlichen und wechselnden Geschmäcker der Europäer zu befriedigen.


Eine Etage höher wurde es dann noch interessanter - zumindest für mich. Die Ausstellungsräume hier befassen sich nämlich mit der Verehrung der Vorfahren und mit Ritualen aus dem südasiatischen Raum. Außerdem geht es um die dortigen Religionen, einschließlich des Einflusses von Christentum und Islam.



Hier ist doch eindeutig ein griechischer Einfluss zu erkennen.


Danach schauten wir natürlich auch noch die Sonderausstellung an.


Spezialanfertigung anlässlich des 57. National Days

Wir hatten gedacht, dass wir in etwa 1 bis 1,5 Stunden in dem Museum verbringen würden - es wurden 3,5 Stunden daraus! Ein wirklich lohnender Besuch.

PS:
Die zweite Etage mit Exponaten zu den Themen Mode, Textilien, Juwelen und Keramik war während unseres Besuches geschlossen.



Freitag, 12. Mai 2017

Zurück in Singapur

Bei diesem Aufenthalt in Singapur wohnten wir wieder am Clarke Quay, aber dieses Mal hatten wir uns für etwas mehr Komfort entschieden und das Park Hotel Clarke Quay gebucht.

Clarke Quay am Tag - ein solches Foto fehlte noch auf meinem Blog 😏
Wir waren am 10. Mai spät angekommen und hatten nicht mehr viel unternommen. Aber am nächsten Morgen starteten wir in Richtung Sim Lim Square. Ich möchte mir eine neue Kamera kaufen (meine kleine Panasonic ist schon 4 Jahre alt und sieht schon ziemlich ramponiert aus, macht aber immer noch tolle Bilder, trotzdem will ich sie ersetzen).

Allerdings wurde ich nicht fündig bzw. sagten mir die Preise nicht zu. Da wir als Ex-Pats in Deutschland beim Einkaufen die Mehrwertsteuer erstattet bekommen, lohnt es sich kaum noch, Elektronik in Singapur zu kaufen. Anders ist es für in Deutschland ansässige Personen: Singapur ist nach wie vor ein Shopping-Paradies! Aber wenn man zum Sim Lim Square will, sollte man besser in Little India aussteigen (nicht in Rochor wie auf der Website angegeben), wenn man dann aus der MRT-Station kommt, sieht man das Center sofort. Wenn man in Rochor aussteigt ist es nur wenig näher, aber man muss erst mal die richtige Richtung finden.

Als nächstes spazierten wir zum Raffles. Der obligatorische Singapore Sling stand auf dem Programm. Die Long Bar wird derzeit renoviert und soll erst Mitte 2018 wieder eröffnen. Deshalb kehrten wir im Billard Room ein.


Die Billard Bar ist ziemlich leer, es ist ja auch noch ziemlich früh am Tag.
An (fast) dieser Stelle entstand vor 2 Jahren auch mein
derzeitiges Profilbild als Bloggerin. Soll ich es mit diesem ersetzen?
Wir machten uns auf den Weg zum Shaw Center. Dafür nahmen wir aber die Bahn.

Auf dem Weg vom Raffles zur Bahnstation City Hall
Auf dem Weg zum Shaw Center "unterquert" man die Straße, wenn man in
Orchard aussteigt.
Wir wollten wissen: Was läuft im Kino? Die Filme im aktuellen Programm sprachen uns aber nicht wirklich an. Chang hätte eigentlich schon gerne "Alien" geguckt, aber da weigerte ich mich. Also entschieden wir uns für einen Besuch bei Starbucks, wo ich meinen geliebten Green Tea Frappé trank.

Anschließend machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel. Am Abend wollten wir Saté essen gehen. Mehr davon hier.

PS: Wir hatten an diesem Tag insgesamt 3 Strecken mit der Metro zurückgelegt: Von Clarke Quay nach Rochor, von City Hall nach Orchard und von Orchard nach Clarke Quay. Dafür haben wir zu zweit 8,60 SGD gezahlt.

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